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Auswirkungen von Achtsamkeit auf Körper, Geist und deinen Mamaalltag

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Achtsamkeit Auswirkungen auf Körper

Positive Auswirkungen von Achtsamkeit auf deinen Körper und wie du diese im Mamaalltag nutzen kannst – Wir Mamas wissen oft nicht „wo uns der Kopf steht“. Was hier wie eine saloppe Redewendung klingt, ist aber genau die richtige Beschreibung für das, was in unseren Köpfen tagtäglich los ist. Unser Kopf ist voll. Voll mit To-Do’s, mit Aufgaben, mit Sorgen, Ängsten und Gedanken. Voll mit Gefühlen aller Art. Einfach voll.

Manchmal so voll, dass wir wirklich nicht mehr wissen, wo oben und unten ist, was wir zuerst tun sollen und wie wir das alles hinkriegen sollen. Unsere Gedanken- und Gefühlswelt, unser Mamaleben „steht Kopf“.

Achtsamkeit Auswirkungen auf Körper

Wie gut, dass es die Achtsamkeit gibt

Genau, es gibt hierzu gute Neuigkeiten. Wir müssen nicht im Kopfchaos versinken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ordnung da oben reinzubekommen. Gedanken zu sortieren, achtsam Gefühle zu durchfühlen, sich selbstmitfühlend und -liebend durch den Tag zu begleiten, Gedankenkarusselle zu stoppen und innerlich Ruhe und Gelassenheit zu erlangen und zu bewahren.

Das klingt für dich zu schön um wahr zu sein? Nein, es ist keine Illusion. All das ist möglich, wenn wir regelmäßig Achtsamkeit praktizieren.

Was ist Achtsamkeit eigentlich?

„Achtsamkeit bedeutet im Moment zu sein, ganz bewusst im Hier und jetzt und den Moment wertfrei zu erleben.“

Achtsam leben bedeutet also bewusst zu leben, sich mehr auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und einen zufriedenen Wahrnehmungs- und Bewusstseinszustand zu erreichen. 

So, bevor du jetzt erschrickst und schreiend wegrennst, weil du dich fragst, wie du das in deinem Alltag mit Kind „auch noch“ schaffen sollst, lass mich dir erklären, was damit gemeint ist und was damit NICHT gemeint ist!

Irrtümer über das Thema Achtsamkeit:

Achtsam sein heißt nicht, dass du dich jetzt jeden Tag 3 Stunden auf ein Meditationskissen hocken und deine Gedanken ausschalten sollst (was übrigens auch gar nicht Ziel von Meditation ist).

Meditation kann zwar Teil deiner Achtsamkeitspraxis sein, muss es aber nicht. Es gibt genug andere Wege, den Tag achtsam zu erleben. Es ist auch nicht möglich den ganzen Tag 24 Stunden lang achtsam zu sein. Also vielleicht kann das ein erfahrener Yogi. Ich kann es nicht. Und auch das ist nicht das Ziel und auch nicht der Maßstab.

Denn das Schöne ist: Auch schon 5 achtsame Minuten können einen Unterschied machen und sich positiv auswirken. Auf was, darauf komme ich später zu sprechen (bzw. zu schreiben).

Worum es wirklich geht:

Es geht vielmehr darum, in jedem Moment deines (Mama-)Lebens eine Einladung zur Achtsamkeit zu erkennen.

Ein Beispiel: Du kannst dir einen Kaffee machen, während du nebenbei telefonierst, nach der Wäsche schaust und die Küche aufräumst und ihn trinken, während du fernsiehst, deine Mails checkst oder auf Instagram surfst.

ODER du machst deinen Kaffee und trinkst ihn. Ganz bewusst. Ohne Ablenkung. Nimmst den Prozess der Zubereitung und den Genuss des Kaffees mit allen Sinnen wahr, wie er schmeckt, ob er noch heiß ist, wie er duftet usw.

Noch ein Beispiel: Du duschst und machst dir dabei im Kopf schon Gedanken über die To-Do’s des Tages, überlegst, was es heute zum Essen gibt und welche Aufgaben du in der Arbeit zuerst erledigen musst.

ODER du duschst. Ganz bewusst. Ohne Ablenkung. Nimmst deine Sinne mit und spürst die Tropfen auf deiner Haut, riechst bewusst den Duft deines Duschgels, schmeckst die Wassertropfen auf deinen Lippen usw.

Momente der Achtsamkeit stecken in jedem Augenblick, jeder Tätigkeit

Wie du siehst, muss es gar nicht darum gehen, Achtsamkeit künstlich zu praktizieren, extra irgendwelche Übungen zu machen. Und auch nicht darum, umständlich komplett neue Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren.

Verstehe mich nicht falsch: Selbstverständlich KANNST du das tun, wenn es passt, dir dient und für dich umsetzbar ist. Dafür gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, wie z.B. Meditationen, Achtsamkeitsübungen, Yoga uvm.

Aber es muss eben nicht sein. Denn wir können alles was wir tun achtsam tun. Wir können achtsam aus dem Bett aufstehen und uns strecken. Ja, wir können achtsam das Fenster zum Lüften öffnen und dabei ein paar tiefe Atemzüge nehmen. Oder wir können achtsam Wäsche falten oder Fenster putzen, dem Kind ein Buch vorlesen, Gemüse schnippeln, Zähne putzen…

Also alles Dinge, die wir sowieso jeden Tag tun. Die sowieso zu unserem Alltag und unseren Routinen gehören. Tätigkeiten und Aufgaben, die sich täglich wiederholen und eh stattfinden, ganz natürlich ohne künstlich eingeführt oder umgesetzt werden zu müssen.

Aber warum?

Du fragst dich, warum wir das tun sollten? Wäre es nicht effektiver und zeitsparender, mehrere Sachen gleichzeitig zu tun? Ist doch praktisch, wenn ich unter der Dusche schon einen Plan für den Tag mache, dann muss ich das später schon nicht mehr tun.

Und meinen Kaffee kann ich auch nebenbei trinken, während ich den Herd putze, dann ist hinterher wenigstens auch die Küche gleich sauber.

Effizienz und Zeitsparen mit Achtsamkeit

Da hast du einen Denkfehler. Denn viele Dinge gleichzeitig zu tun macht dich nicht schneller oder produktiver. Das Gegenteil ist sogar der Fall. In dem du viele Sachen nebeneinander machst steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sich Flüchtigkeitsfehler einschleichen, du wichtige Teile der Aufgabe vergisst oder nicht gründlich genug erledigst. Am Ende brauchst du dann länger, weil du die Fehler oder das, was du vergessen hast noch ausbügeln musst. Zeit hast du so also nicht gespart und richtig effizient ist das auch nicht, wenn du hinterher noch mehrmals nacharbeiten musst, oder? Also gehören Zeitsparen und Effektivtät zu den positiven Auswirkungen von Achtsamkeit und nicht von Multi-Tasking.

Entschleunigung als positive Auswirkung von Achtsamkeit

Und es hat noch einen Vorteil, deine Aufgaben und To-Do’s, aber auch sämtliche andere Tätigkeiten des Mamaalltags achtsam und nacheinander zu erledigen. Indem du dich ganz auf eine Sache konzentrierst und diese achtsam und bewusst tust bist du automatisch ganz im Hier und Jetzt und das entschleunigt. Denn dein Kopf hat keine Zeit für Gedankenkarusselle. Er ist so intensiv mit dieser einen Sache beschäftigt, dass es quasi eine Art Entspannung für deine Gedanken ist. Du kommst zur Ruhe und kannst in die Wahrnehmung gehen, anstatt gedanklich schon wieder 3 Schritte voraus zu sein.

Körperliche und geistige Auswirkungen von Achtsamkeit

Und damit sind wir schon mittendrin in den positiven Auswirkungen von Achtsamkeit auf dich, deinen Körper, deinen Geist und deine Gedanken. Gehen wir diese am Besten mal von Kopf bis Fuß durch:

Positive Auswirkungen von Achtsamkeit auf dein Denken, deinen Geist, deinen Kopf

Positive Auswirkungen von Achtsamkeit sind Fokus, Klarheit, Ruhe
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Indem du deine Achtsamkeit regelmäßig (mit alltäglichen Aufgaben) trainierst, wirkt sich das positiv auf deinen Geist aus.

Du weißt wieder „wo dir der Kopft steht“, weil du bewusster mit deinen To-Do’s umgehst, dich besser fokussieren kannst. So fällt es dir beispielsweise leichter, To-Do’s zu priorisieren, also in sehr wichtig, wichtig und weniger wichtig zu unterteilen. Das schafft Ordnung in deinem Kopf, nimmt Druck raus und hilft dir klarer zu werden. Und diese Klarheit, Struktur und der Fokus in deinen Gedanken lässt dich dann auch ruhiger werden. Das Gedankenkarussell dreht sich nicht mehr wild, du kannst es anhalten, sortieren und Ruhe reinbringen.

Achtsamkeit wirkt sich ebenfalls positiv auf dein „Herz“

Auswirkungen von Achtsamkeit - Empathie und Selbstmitgefühl
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Es gibt aber auch positive Auswirkungen auf dein Empfinden, deine Gefühle und deinen Umgang mit dir selbst und deinen Mitmenschen.

Wenn du achtsam durch deinen Mamaalltag gehst, wird dir auch mehr auffallen, z.B. wofür du dankbar sein kannst und was an dir liebenswert und wundervoll ist. Und du wirst liebevoller und mitfühlender mit dir selbst umgehen lernen, weil du dich besser spürst, wahrnimmst und verstehst, warum du manchmal nicht perfekt bist und dass du es auch nicht sein musst. (z.B. als Mama und im Umgang mit deinem Kind in schwierigen und stressigen Situationen.)

Aber auch die Empathie für deine Mitmenschen wird steigen durch das bewusste Wahrnehmen ohne Bewertung der Dinge, Situationen und Personen. So kannst du beispielsweise Konfliktsituationen mit deinem Kind mit mehr Empathie angehen. Da du weder das Verhalten des Kindes noch dein eigenes Verhalten als gut oder schlecht wertest, kannst du nämlich deinen Fokus auf das richten, was gerade wirklich wichtig und nötig ist. Du kannst durch Beobachtung erkennen was dein Kind gerade braucht und was du brauchst, um diese Konfliktsituation abzuwenden oder gemeinsam durchzustehen.

Positive Auswirkungen von Achtsamkeit auf deinen „Bauch“

Bild von PIRO4D auf Pixabay

Durch das bewusste Wahrnehmen ohne Bewerten der Dinge, die im Außen und in deinem Innen geschehen, öffnest du dir unglaublich viele Möglichkeiten. Du gestattest dir einen unvoreingenommenen Umgang mit Situationen, die du bisher vielleicht als stressig, schwierig, kompliziert und anstrengend bewertet hättest.

Dadurch fällt es dir leichter, Dinge zu akzeptieren, weil die Wertung in „Gut“ oder „Schlecht“ wegfällt. Das wiederum verschafft dir innere Ruhe und Gelassenheit, hilft dir entspannt zu bleiben und nimmt das Stresspotenzial aus den Situationen.

Es wird dir also leichter fallen, Dinge anzunehmen, die du nicht ändern kannst und dich auf die Sachen zu konzentrieren, auf die du wirklich Einfluss nehmen kannst, z.B. darauf, deine Routinen im Mamaalltag dienlich zu gestalten, für dich zu sorgen usw.

Weitere positive Auswirkungen von Achtsamkeit auf deinen Allgemeinzustand

Bild von Jerzy Górecki auf Pixabay

Achtsamkeit hat auch noch weitere Auswirkungen auf deinen Körper und Geist. Durch die Achtsamkeit und das bewusste Wahrnehmen verändert sich auch dein SelbstBEWUSSTSEIN. Du lernst dich selbst besser kennen, nimmst dich selbst, deine Bedürfnisse, Grenzen und Stärken klarer wahr und lernst dich besser einzuschätzen.

Aber auch dein Körpergefühl verändert sich. Du wirst feinfühliger für deine eigenen Empfindungen sein, besser erkennen, wann du eine Pause brauchst, die Signale deines Körpers deuten können und so viel besser auf dich und deine Bedürfnisse eingehen können.

Nutzt du die positiven Auswirkungen von Achtsamkeit für dich schon?

Jetzt bleibt nur noch die Frage, nutzt du diese positiven Auswirkungen von Achtsamkeit schon für dich? Wendest du Achtsamkeit schon für dich an und wenn ja wie? Und was hat sich seither für dich schon verändert, wie hat es deinen Körper und Geist beeinflusst? Erzähl‘ es mir gern in den Kommentaren!


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